Die Energie AG Sportfamilie jubelt – Vincent Kriechmayr hat am legendären Lauberhorn in Wengen zugeschlagen! Nach 4.270 anspruchsvollen Metern setzte sich der Oberösterreicher mit nur 14 Hundertstelsekunden Vorsprung – das entspricht gerade einmal 4,03 Metern – vor dem Weltmeister und Titelverteidiger Beat Feuz durch. Damit ist Kriechmayr der erste Österreicher, der seit Hannes Reichelt 2015 wieder auf dieser prestigeträchtigen Strecke gewinnt. Den dritten Platz belegte Aleksander Aamodt Kilde (+0,24 Sek.), der Sieger der Abfahrt in Gröden.

Für Kriechmayr ist es der insgesamt vierte Weltcupsieg und der zweite in der Abfahrt. Bereits im März 2018 hatte er beim Weltcup-Finale in Aare ex aequo mit Matthias Mayer die WM-Generalprobe für sich entschieden.

Der Schlüssel zum Erfolg: Perfekte Ziel-S-Fahrt

Entscheidend für den Triumph war Kriechmayrs makellose Fahrt durch das anspruchsvolle Ziel-S. Während Lokalmatador Feuz vor der letzten Kurve etwas zu weit abgetragen wurde und Kilde sein Tempo in der Schlüsselpassage drosselte, meisterte Kriechmayr diese Sektion präzise und energisch. Noch bei der letzten Zwischenzeit lag er punktgleich mit Feuz, doch im Schlussteil setzte er sich entscheidend ab.

„Das Lauberhornrennen ist nach Kitzbühel das wichtigste Rennen der Saison. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden“, so Kriechmayr im ORF-Interview. Die Bestzeit, die er bereits am Freitag in der Kombi-Abfahrt erzielte, gab ihm zusätzliches Selbstvertrauen. „Heute bin ich zwar mit einem anderen Ski gefahren, aber diese Taktik hat perfekt funktioniert.“

Auch Feuz zollte dem Sieger großen Respekt: „Vincent war die ganze Saison über einer meiner Favoriten. Seine Technik ist ausgezeichnet und hat ihm heute den Sieg gebracht. Im letzten Abschnitt war er einfach eine Klasse für sich.“

Quelle: sport.orf.at

Fotos: gepa-pictures

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By hiesl / Subscriber on Jän 21, 2019